Rund 350 US-Journalisten hatten in den vergangenen Wochen ihr automobiles Aha-Erlebnis: Im Silicon Valley lud Smart zur Fahrpräsentation des Autozwergs, der ab Januar 2008 in den USA verkauft wird. Mehr als 30.000 Amerikaner haben das Mini-Mobil bereits vorbestellt."Big is out and small is in", befand die US-Zeitschrift "Business Week". In den USA, so die Wirtschaftszeitung weiter, hätten die Verkäufe von Kleinwagen zuletzt um 70 Prozent zugelegt. Und auch wenn das Ausgangsniveau für diese Berechnung sehr niedrig war, so ist die Steigerung doch beachtlich. Mitten hinein in diese Neuausrichtung des amerikanischen Automarktes, die durch steigende Benzinkosten sowie die Klimadebatte getrieben wird, platzt nun Daimler mit der Vorstellung seines Kleinstwagens Smart Fortwo.Das Debüt einer neuen Automarke auf dem amerikanischen Markt ist ein diffiziles und kostspieliges Unterfangen - und es wird nicht dadurch einfacher, wenn das einzige Modell im Angebot nur 2,70 Meter lang ist und von einem im Heck sitzenden 1-Liter-Dreizylinder-Motor mit 71 PS angetrieben wird. Smart-Markenchef Anders Jensen hält den für die USA höchst ungewöhnlichen Wagen dennoch "für das richtige Auto am richtigen Ort zur richtigen Zeit". Na klar - andernfalls wäre der ganze Zauber ja auch vergeblich.Tatsächlich scheint der Markenlaunch ganz passabel anzulaufen. Wie schon in Kanada, wo Smart seit knapp drei Jahren auf dem Markt ist und mehr als 10.000 Fahrzeuge ausgeliefert hat, interessieren sich offenbar auch die US-Autofahrer für den Zwerg aus Europa. Seit auf der amerikanischen Smart-Webseite ein sogenanntes Reservation Confirmation Program gestartet wurde, haben nach Angaben des Unternehmens mehr als 30.000 US-Bürger eine vorläufige Bestellung abgegeben und immerhin 99 Dollar angezahlt, die später auf den Autokaufpreis angerechnet werden.11.590 Dollar wird der günstigste Smart kosten, das zweisitzige Auto mit geschlossenem Dach in der Ausstattungsversion Pure. Die üppiger bestückte Variante Passion kostet 13.590 Dollar und das Cabrio, das es vorerst ausschließlich in der Passion-Version geben wird, liegt bei 16.590 Dollar. Im Januar beginnt der Verkauf, der von der Penske Automotive Group (PAG) organisiert wird. Das Unternehmen startet mit zunächst etwa 70 Partnern, von denen zwei Drittel bereits Mercedes-Händler sind. Schwerpunkte sind die großen Städte an der Ost- und Westküste sowie die US-Bundesstaaten Kalifornien (fünf Händler), Florida, Texas (je vier Händler) und New York (Quelle Spiegel.de).